Mountain & Soul
Jennifer Preißer

Sporttherapie

Seelische Gesundheit korreliert mit dem körperliches Wohlbefinden - diese Erkenntnis ist nicht neu. Mittlerweile haben bewegungstherapeutische Maßnahmen ergänzend und unterstützend ihren festen Platz bei zahlreichen Erkrankungen. 

 Folgender Artikel nimmt hierzu Stellung:

 



Im Rahmen der Sporttherapie hinsichtlich des therapeutischen Kletterns freue ich mich sehr über die konstruktive Zusammenarbeit mit der Kletterhalle Griffwerk in Ludwigsburg. Die Grundlage hierzu ist meine Ausbildung als Klettertrainer des privaten Kletterhallenverbandes Klever e.V. sowie die Ausbildung im im Institut für Therapeutisches Klettern Bad Ischl. Die Therapieeinheiten finden je nach Witterungsverhältnissen ggf. auch Outdoor statt.

Neben dem therapeutischen Klettern ist auch die reine Bewegungstherapie wie z.B. beim Wandern ein wirksames Instrument. Hierzu darf ich auf einen Auszug* aus dem Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 1 · 2012 verweisen:

Körperliches Training kann bei Depressionen in einem ähnlichen Maße wirksam sein wie eine medikamentöse Therapie Zu diesem Ergebnis kommt eine amerikanische Studie, an der über 200 depressive Patienten teilnahmen [6, 7]. Die Probanden wurden nach dem Zufallsprinzip in vier Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe absolvierte ein beaufsichtigtes Ausdauertraining auf dem Laufband. Dabei liefen die Teilnehmer dreimal pro Woche mit 70 bis 85% der maximalen Herzfrequenz. Die zweite Gruppe trainierte genau wie die erste GrupBundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 1 · 2012 | 55 pe, jedoch zu Hause und ohne Aufsicht. Die Probanden der dritten Gruppe erhielten ein Antidepressivum, die der vierten Gruppe ein Placebo. Nach 16 Wochen zeigte sich, dass die depressive Symptomatik in der ersten Gruppe etwas stärker rückläufig war als in der Medikamentengruppe. Auch bei den Teilnehmern der zweiten Gruppe besserte sich die depressive Symptomatik, wenn auch nicht ganz so ausgeprägt wie in der Sportgruppe mit Anleitung. In der Placebogruppe reduzierte sich die depressive Symptomatik in einem geringeren Maße. Insgesamt befanden sich zum Studienende 46% aller Probanden in Remission. Eine katamnestische Untersuchung ein Jahr später zeigte einen weiteren Anstieg der Remissionsrate auf insgesamt 66%. Dieser Anstieg um 20% war unabhängig von der Gruppenzuordnung zu Beginn der Studie, das heißt, dass der Anteil der Patienten, die noch nach Studienende in Remission gingen, in allen Gruppen gleich war. Allerdings war zu beobachten, dass Patienten, die nach Studienende weiter Sport trieben, weniger depressive Symptome zeigten als die Patienten, die keinen sportlichen Aktivitäten mehr nachgingen. Die Studie gibt einen ersten Hinweis darauf, dass körperliches Training ohne gleichzeitige Gabe von Medikamenten nach vier Monaten depressive Symptome in einem vergleichbaren Ausmaß reduziert wie eine psychopharmakologische Behandlung. Darüber hinaus hält die Besserung der depressiven Symptomatik länger an, wenn Erkrankte nach Beendigung einer Behandlung sportlich aktiv sind. Dies bestätigen auch frühere Studien, die ebenfalls nachweisen konnten, dass körperliches Training die Rezidivrate bei Depressionen senkt [8]. Da depressive Störungen sehr häufig rezidivieren, erhält diese Erkenntnis ein besonderes Gewicht.

Mit meiner Ausbildung zum Wanderleiter und Trainer C Bergsteigen darf ich Sie auf diesem Weg Schritt für Schritt begleiten. Ich freue mich sehr auf Sie!

* Gerne lasse ich Ihnen den kompletten Artikel zukommen.